Es kommt häufig vor, dass nach dem Schwimmen oder Tauchen Wasser im Ohr stecken bleibt – doch auch wenn es harmlos wirkt, ist es wichtig, das Wasser herauszubekommen, um Beschwerden und Infektionen zu vermeiden.
Was passiert, wenn das Wasser im Ohr bleibt?
Wenn Wasser im Gehörgang zurückbleibt, entsteht ein feuchtes, warmes Milieu, in dem sich Bakterien besonders wohlfühlen. Das kann zu einer Entzündung des äußeren Gehörgangs führen – auch bekannt als “Bade-Ohr” (Otitis externa).
Risiken bei Wasser im Ohr:
- Juckreiz oder Schmerzen
- Gefühl von Verstopfung
- Vorübergehender Hörverlust
- Bakterielle oder Pilzinfektionen
Wie bekommt man Wasser sicher aus dem Ohr?
Ziel ist es, durch Schwerkraft und Bewegung das Wasser auf natürliche Weise abfließen zu lassen. Hier ein paar effektive Methoden:
1. Kopfneigen & Hüpfen
- Neige den Kopf zur Seite, das betroffene Ohr zeigt nach unten.
- Hüpf leicht auf dem Bein der betroffenen Seite oder spring sanft auf und ab.
- Die Kombination aus Bewegung und Schwerkraft hilft beim Ablaufen des Wassers.

2. Handflächen-Vakuum
- Lege die Handfläche auf das betroffene Ohr, während du den Kopf zur Seite neigst.
- Drücke leicht und ziehe die Hand plötzlich ab – es entsteht ein kleiner Unterdruck, der das Wasser herausziehen kann.

3. Hinlegen & Abwarten
- Lege dich mit dem betroffenen Ohr nach unten für ein paar Minuten hin.
- Oft läuft das Wasser ganz von allein heraus.

Mein persönlicher Geheimtipp: Wärme fürs Ohr

Manchmal sitzt das Wasser so tief im Ohr, dass auch das typische „Rausspringen“ nicht mehr hilft. In solchen Momenten greife ich zu meinem Geheimtrick: Wärme!
Zuhause benutze ich am liebsten ein Kirschkernkissen – ich erwärme es kurz in der Mikrowelle und lege es sanft an mein Ohr. Die Wärme hilft, das Gewebe zu entspannen, regt die Durchblutung an und unterstützt so, dass das Wasser von selbst abfließt. Außerdem tut es einfach gut!
📸 (Ich habe sogar ein Foto von mir gemacht – denn ja, auch mir passiert es manchmal, vor allem wenn ich im Kurs zeige, was man lieber nicht machen sollte, und schwupps – ist das Wasser tief drin.)
🚗 Unterwegs? Kein Problem. Wenn mein Kissen nicht greifbar ist, nutze ich Knick-Wärmekissen. Diese kleinen Handwärmer werden beim Knicken sofort heiß – perfekt für unterwegs!

Was man vermeiden sollte
- Keine Gegenstände ins Ohr einführen! Wattestäbchen oder ähnliches können das Wasser nur weiter hineindrücken oder Verletzungen verursachen.
- Bei Verdacht auf ein perforiertes Trommelfell keine Tropfen verwenden.
Tipps zur Vorbeugung
- Verwende spezielle Schwimm-Ohrstöpsel, wenn du häufiger betroffen bist.
- Trocknende Ohrentropfen aus der Apotheke können hilfreich sein (nur bei intaktem Trommelfell).
Wann ist der Einsatz von maßgefertigten Ohrstöpseln sinnvoll?
- Bei empfindlichen Ohren oder wiederkehrenden Ohrenentzündungen: Ohrstöpsel schützen den Gehörgang vor eindringendem Wasser.
- Beim Freiwasserschwimmen oder Wettkämpfen: Hier sind keine Anweisungen zu hören, und die Stöpsel schützen vor kaltem Wasser und Keimen.
- Bei längeren Unterwasseraktivitäten: Zum Beispiel beim Tauchen – spezielle Druckausgleichs-Stöpsel können das Trommelfell schützen.
- Wenn Wasser im Ohr einfach unangenehm ist: Für ein besseres Wohlgefühl und mehr Sicherheit.
Wann sollte man keine Ohrstöpsel verwenden?
- Während Schwimmkursen oder Unterrichtseinheiten: Es ist wichtig, die Trainerin bzw. den Trainer zu hören – für Sicherheit und Lernerfolg.
- Bei Gruppentrainings mit verbalen Anleitungen: Ohrstöpsel können die Kommunikation behindern und somit ein Sicherheitsrisiko darstellen.
- Wenn sie nicht gut sitzen oder sich beim Schwimmen lösen: Schlechtsitzende Stöpsel sind oft unbequem und lassen trotzdem Wasser eindringen.
Tipp:
Wenn du Schutz brauchst, aber trotzdem hören willst, probier akustische Ohrstöpsel.
Diese lassen bestimmte Geräusche durch, halten aber das meiste Wasser fern.
Im Zweifelsfall frag deinen Arzt oder deine Trainerin – besonders bei Kindern.
Es kommt häufig vor, dass nach dem Schwimmen oder Tauchen Wasser im Ohr stecken bleibt – doch auch wenn es harmlos wirkt, ist es wichtig, das Wasser herauszubekommen, um Beschwerden und Infektionen zu vermeiden.
Empfehlung: Maßgefertigter Gehörschutz für Schwimmer:innen
Wenn du regelmäßig schwimmst, tauchst oder empfindliche Ohren hast, lohnt sich ein individuell angepasster Gehörschutz. Er bietet optimalen Sitz, hohen Tragekomfort und zuverlässigen Schutz vor eindringendem Wasser – ohne Druckgefühl oder ständiges Verrutschen.
Unser Tipp:
Lass dir deinen maßgefertigten Schwimmgehörschutz professionell anfertigen – z. B. bei Neuroth, einem führenden Anbieter für individuellen Gehörschutz.
Mehr Informationen und Terminvereinbarung findest du hier:
www.neuroth.com/de-DE/gehoerschutz/gehoerschutz-fuer-schwimmen-tauchen
So kannst du dein Training sorgenfrei genießen – mit Schutz, der passt.
Fazit:
- Wasser aus dem Ohr zu entfernen, ist ein einfacher, aber wichtiger Teil der Schwimmpflege.
- Es beugt Entzündungen und Unwohlsein vor.
- Nutze sanfte Techniken wie Hüpfen, Neigen oder leichten Unterdruck.
- Wenn das Wasser nach 1–2 Tagen nicht von selbst abläuft oder Schmerzen auftreten, suche ärztliche Hilfe.

